Le Mans Cup
04.04.2025
Pommer steigt in Michelin Le Mans Cup auf – Wechsel zu ANS Motorsport
Pommer wagt nach seinen Titeln – 2023 mit Racing Experience und 2024 mit Gebhardt Motorsport – den nächsten Karriereschritt im Prototypensport. Gemeinsam mit dem 21-jährigen Schweizer Axel Gnos, dem amtierenden Champion des Ultimate Cup, wird er einen Ligier JS P320 in der stark besetzten LMP3-Klasse pilotieren.
Noch beim prestigeträchtigen Saisonauftakt der VP Racing SportsCar Challenge 2025 in Daytona trat Pommer für Gebhardt Motorsport an – und glänzte mit einem dritten und einem zweiten Platz. Umso überraschender erfolgte kurz darauf der Wechsel zu ANS Motorsport. Ein klares Zeichen, dass Pommer seine internationale Laufbahn konsequent weiterverfolgt.
Der Michelin Le Mans Cup ist für Pommer kein Neuland: Vor seinem Engagement im deutschen Prototype Cup startete er bereits zwei Jahre in der LMP2-Klasse der European Le Mans Series – ein Umfeld, in das der MLMC eingebettet ist. „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung“, so Pommer. „Die Leistungsdichte ist hier deutlich höher als in Deutschland. Das Niveau ist international extrem hoch – aber genau das reizt mich. Wir peilen zunächst konstante Top-Fünf-Ergebnisse an.“
Die Saison 2025 markiert nicht nur Pommers Rückkehr ins internationale Prototypenfeld, sondern fällt mit dem zehnjährigen Jubiläum des Michelin Le Mans Cup zusammen – und einem Rekordstarterfeld von 44 Fahrzeugen in den Klassen LMP3, LMP3 Pro/Am und GT3. Die Serie gilt als eines der wichtigsten Sprungbretter im Langstreckensport und wird auf einigen der traditionsreichsten Rennstrecken Europas ausgetragen – darunter Barcelona, Le Castellet, Spa-Francorchamps, Imola und erstmals Silverstone.
Der Saisonauftakt findet am 5. April auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt. Dort wird Pommer gemeinsam mit Axel Gnos zum ersten Mal für ANS Motorsport antreten.
Die Fahrerkonstellation gilt als besonders spannend: Pommer – zweifacher Champion mit zwei unterschiedlichen Teams und Teamkollegen – bringt nicht nur umfassende Erfahrung im Prototypensport mit, sondern auch ein feines Gespür für junge Talente. Sein neuer Partner Axel Gnos steht mit 21 Jahren noch am Anfang seiner Langstreckenkarriere, sammelte aber bereits wertvolle Erfahrung in der Formel 4 und der Formel Regional Europe. Dass Pommer Nachwuchsfahrer erfolgreich führen kann, bewies er eindrucksvoll 2024, als er gemeinsam mit dem damals erst 18-jährigen Valentino Catalano souverän den Titel im Prototype Cup Germany gewann.
Mit dieser Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Dynamik sowie der Unterstützung eines ambitionierten französischen Teams zählt das Duo Pommer/Gnos zu den vielversprechendsten Kombinationen im Michelin Le Mans Cup 2025.
Bereits bei den ersten offiziellen Testfahrten am Mittwoch vor dem Saisonstart hinterließen Pommer und Gnos einen starken Eindruck. Bei frühlingshaften Bedingungen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nutzte das neue Duo die Sessions, um sich mit Auto und Team einzuspielen. In beiden Läufen landeten sie in den Top Ten – unter anderem auf den Plätzen vier und sieben. In seiner einzigen freien Runde auf frischen Reifen unterlief Pommer jedoch ein kleiner Fehler in der letzten Kurve, der mehrere Zehntel kostete.
„Mit dem Ergebnis bin ich grundsätzlich zufrieden. Wir waren Vierter und Siebter – das ist ein ordentlicher Einstieg“, so Pommer. „Ich bin mit dem Auto noch nicht ganz eins, da fehlt noch etwas Feintuning – auch was die Sitzposition betrifft. Für mich ist vieles neu: das Auto, der Motor, das gesamte Umfeld. Dafür, dass wir quasi direkt aus dem Stand in die Top Ten fahren konnten, ist das aber ein sehr gutes Zeichen.“
Pommer zeigt sich optimistisch für das bevorstehende Wochenende: „Wenn ich mit dem Auto das gleiche Vertrauen bekomme wie zuletzt im Duqueine, dann ist definitiv mehr drin. Ganz vorne mit Teams wie COOL Racing oder Virage mitzuhalten, wird schwer – aber in Richtung Top 3 zu fahren, ist sicher möglich.“
Am kommenden Samstag, dem 5. April, beginnt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya das erste Rennen der Saison – und damit das internationale Debüt von Pommer und Gnos im ANS-Ligier. Ziel: Ein starkes Ausrufezeichen im hochkarätigen Starterfeld zu setzen.